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27.Juli 2026

Brauertaufe im Stadl

Brauertaufe im Bierwochenstadl: 

Zwei Nachwuchsbrauer feiern ihren Gesellenstand 

Kulmbach, 27. Juli 2026. Auf der Kulmbacher Bierwoche sind Janis Heininger und Felix Zahl offiziell in den Stand der Brauergesellen aufgenommen worden. Bei der traditionellen Brauertaufe feierten Familie, Freunde, Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit den Bierwochen-Besuchern den erfolgreichen Abschluss ihrer dreijährigen Ausbildung zum Brauer und Mälzer. Im Mittelpunkt der historischen Zeremonie stand dabei einerseits eine jahrhundertealte Tradition, andererseits zwei junge Menschen, die ihren beruflichen Weg in der Kulmbacher Brauerei weitergehen. 

Die Brauertaufe markiert seit jeher den Übergang vom Auszubildenden zum Gesellen. Bis heute pflegt die Kulmbacher Brauerei diese Tradition als Zeichen für handwerkliches Können, Zusammenhalt und die Weitergabe von Wissen zwischen den Generationen. „Gut ausgebildete Nachwuchskräfte sind die Grundlage für die Zukunft unseres Brauhandwerks, die Qualität unserer Biere und den Erfolg unserer Unternehmensgruppe“, betont Mathias Keil, Vorstand Technik und Finanzen. „Janis Heininger und Felix Zahl haben in den vergangenen drei Jahren großes Engagement gezeigt. Heute können die beiden stolz auf ihr Leistung sein – und wir sind stolz darauf, sie als Teil der nächsten Generation in unserem Unternehmen zu haben.“

Prüfungen vor Publikum: Wissen, Geschick und die nötige Ruhe

Vor der symbolischen Bierdusche müssen sich Janis Heininger und Felix Zahl im Bierwochenstadl einigen Aufgaben stellen. Gefragt sind Fachwissen, handwerkliches Geschick und Nervenstärke vor großem Publikum. Den Auftakt bildet ein Schätzfragen-Quiz rund um die Kulmbacher Brauerei und die Welt des Bieres. Beide Nachwuchsbrauer notieren ihre Antworten auf einer Tafel und präsentieren diese den Besucherinnen und Besuchern. Wer näher an der richtigen Lösung liegt, sammelt einen Punkt und gewinnt das erste Duell.

Anschließend folgt die Königsdisziplin für Brauer: das Wettzapfen. Hier sind Präzision und Tempo verlangt. An zwei Fässern treten die Jungbrauer gegeneinander an und zapfen möglichst schnell fünf saubere Biere. Anschließend präsentieren sie ihre selbstgebrauten Gesellensude und verteilen erste Kostproben an die Gäste.

Zum Abschluss wartet mit dem Maßkrugstemmen eine Kraftprobe, die das Bierwochen-Publikum lautstark begleitet. Mit ausgestrecktem Arm gilt es, einen gefüllten Maßkrug möglichst lange zu halten.

Gesellensude mit persönlicher Handschrift

Zur Gesellenprüfung gehört bei den angehenden Brauern und Mälzern ein eigener Sud. Diese eigens entwickelten Biere verraten etwas über die beiden Brauer und kommen auch bei der Taufzeremonie zum Einsatz.  

Janis Heininger hat sich für ein Altbier entschieden. Als gebürtiger Dinslakener wollte er mit seinem Gesellenstück bewusst eine Verbindung zu seiner Heimat am Niederrhein herstellen. Im Betrieb ist der Jungbrauer für seine kreativen Ideen bekannt. Gleichzeitig schätzen ihn Kollegen als zuverlässigen Teamplayer, der ruhig, besonnen und genau an seine Aufgaben herangeht.

„Ich wollte ein Bier brauen, das etwas über mich erzählt. Das Altbier steht für meine Heimat und war deshalb die erste Wahl“, sagt Janis Heininger. „Es ist ein besonderes Gefühl, dieses Bier heute gemeinsam mit Familie, Freunden und Kollegen zu verkosten.“ Seine kupferfarbene Bierspezialität verbindet einen kräftigen Malzkörper mit einer ausgeprägten Hopfennote.  Eine besondere Herausforderung war, diesen Stil erstmals zu brauen und dafür die typische Hefe einzusetzen, die extra aus Düsseldorf nach Kulmbach gebracht wurde. So bringt Janis Heiningers Gesellsud ein Stück niederrheinischer Braukultur nach Franken.

Bei Felix Zahl fiel die Wahl auf ein Festbier. Der angehende Brauer gilt als strukturierter und gewissenhafter Mitarbeiter mit ausgeprägtem technischem Verständnis. Seine Hilfsbereitschaft und seine ruhige Art schätzen Kollegen und Vorgesetzte gleichermaßen. Bereits während seiner Ausbildung nahm er erfolgreich am Wettbewerb „Brauwerk“ des Beruflichen Schulzentrums Kulmbach teil und stellte dabei seine Leidenschaft für das Brauhandwerk unter Beweis.

„Festbier steht für Gemeinschaft und besondere Anlässe“, erklärt Felix Zahl. „Deshalb passt es für mich perfekt zur Brauertaufe. Ich freue mich darauf, mit meinem Bier Teil dieses besonderen Tages zu sein.“ Für seinen Sud setzte er auf einen klassischen untergärigen Bierstil mit ausgeprägtem Malzcharakter. Die Kombination aus Pilsner- und Münchner Malz sorgt für eine angenehme Vollmundigkeit und verleiht dem Bier feine Brot-, Karamell- und Malzaromen. Die größte Herausforderung lag in der Balance: Die Hopfung sollte die malzige Basis ergänzen, ohne sie zu überdecken. Gerade diese Feinabstimmung reizt Felix besonders.

Brauhandwerk mit Perspektive

Für Personalchef Florian Kirchner stehen Janis Heininger und Felix Zahl auch für die Entwicklungsmöglichkeiten, die eine Ausbildung bei der Kulmbacher Brauerei bietet. „Beide haben während ihrer Ausbildung gezeigt, wie viel Potenzial entsteht, wenn junge Menschen Verantwortung übernehmen, ihre Fähigkeiten ausbauen dürfen und dabei von Fachleuten begleitet werden. Dass die beiden Jungbrauer ihren Weg zunächst bei uns fortsetzen, ist auch ein starkes Signal für uns als Ausbildungsbetrieb.“

Beide Nachwuchskräfte sind aktuell in der Flaschenabfüllung tätig. Dort übernehmen sie in den kommenden Monaten ein gemeinsames Projekt und kennzeichnen sämtliche Rohrleitungen neu. Auch über ihre nächsten beruflichen Schritte denken sie bereits nach: Janis Heininger kann sich ein Studium vorstellen, Felix Zahl strebt perspektivisch die Weiterbildung zum Braumeister an.

Bierdusche als feierlicher Höhepunkt

Nach den Prüfungen und der Vorstellung ihrer Gesellensude folgt schließlich der Höhepunkt: Nacheinander nehmen die beiden Jungbrauer im festlich geschmückten Bottich Platz. Nach dem traditionellen Taufspruch ergießt sich ein Schwall ihres eigenen Gesellensuds über sie. Die symbolische Bierdusche markiert den Abschluss ihrer Ausbildungszeit und zugleich den Beginn eines neuen Kapitels im Berufsleben.

Janis Heininger und Felix Zahl sind nun offiziell Teil der Brauergemeinschaft, die für Tradition, handwerkliches Können und neue Ideen steht.

Bilder von der Brauertaufe gibt es hier.

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